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Leitfaden für Beteiligungen an Schiffsfonds

Als Service stellen wir Ihnen einen Leitfaden für die Anlage in die Asset Klasse "Schiffsfonds" zur Verfügung. Dieser Leitfaden gilt sowohl für Privatanleger als auch institutionelle Investoren und soll Ihnen Prüfkriterien an die Hand geben, wenn Sie sich an einem Schiffsfonds beteiligen wollen und daher zunächst das Beteiligungsobjekt, beispielsweise mit Hilfe des Beteiligungsprospektes, prüfen wollen.

 

 

Schiffspreis: Ist dieser wirklich günstig? Wo liegen konkurrierende Angebote? Kommt das Schiff direkt von der Werft oder wurde ein Zwischengewinn realisiert?

 

Kausalzusammenhang: Teurere Schiffe benötigen höhere Charterraten und komme so bei limitierten Chartermärkten früher in "schwere See".

 

Werft: Wie erfahren ist die Werft hinsichtlich dieses Schiffstyps und der Qualität beim Bau?

 

Kausalzusammenhang: Schlechte Qualität schlägt sich in der Betriebsphase in höheren Schiffsbetriebskosten nieder und gehen somit zu Lasten der Ausschüttungen!

 

Charter: Charterlaufzeit und –höhe: Ist diese üblich für den Schiffstyp? Wie sieht ein Vergleich zum historischen Durchschnitt aus? Wie ist die Bonität und Marktstellung des Charterers (Stichwort Rating nach Dynamar)? Rechnet sich das Emissionshaus durch eine hohe Postcharterannahme das Projekt schön? Sind die Chartereinnahmen eventuell mit anderen Schiffen gepoolt?

 

Kausalzusammenhang: Schiffe mit hohen Charterraten werden in sich abflauenden Zeiten als erstes nicht vom Charterer bedient bzw. nachverhandelt. An günstigen Schiffen hat der Charterer dagegen natürlich ein höheres Interesse, weil er damit selbst höhere Gewinne erwirtschaften kann. Durch eine hohe Postcharterannahme (Unterstellte Charterrate für die Beschäftigung im Anschluss an die Anfangscharter), kann sich das Emissionshaus "reich rechnen".

 

Emissionshaus: Wie sieht die Erfahrungen, der "Track record" und die Leistungsbilanz des Emissionshauses aus?

 

Kausalzusammenhang: Ein erfahrenes Emissionshaus ist ein verlässlicherer Partner.

 

Bereederer: Welche Erfahrungen hat der Bereederer des Schiffes mit dem Schiffstyp? Wie verlässlich waren seine Kalkulationsannahmen in der Vergangenheit?

 

Kausalzusammenhang: Möglich Budgetüberschreitung bei den Schiffsbetriebskosten gehen zu Lasten der Ausschüttungen.

 

Verflechtungen der Projektpartner – Vertrags- und Unternehmensgestaltung: In welcher Beziehung stehen die beteiligten Projektpartner zueinander?

 

Kausalzusammenhang: Gibt es eventuell Interessenkonflikte? An welchen Stellen wird verdient?

 

Allgemeine Kalkulationsannahmen bei Zins, Währungen oder Postcharterannahme: Wie realistisch sind diese? Wurden eventuell schon Absicherungen vorgenommen? Ähnlich wie bei der Postcharterannahme kann auch hier das Emissionshaus das Projekt "schön rechnen".

 

Kausalzusammenhang: Budgetüberschreitungen bei Zinsen führen zu Minderungen der Ausschüttungen. Und Chartererlöse fließen in der Regel in USD, Ausschüttungen werden dann in der Regel in EUR ausgezahlt. Somit kann es zu geringen Ausschüttungen kommen, wenn die Kursannahmen nicht eintreten.

 

Schiffsbetriebskosten: Sind die Annahmen realistisch? Gehen geringer Kosten nicht zu Lasten späterer, eventuell hohen Reparaturkosten bei den Dockungen? Mit welchem Satz werden Steigerungen der Schiffsbetriebskosten unterstellt?

 

Kausalzusammenhang: Steigende Schiffsbetriebskosten mindern direkt die Ausschüttungen an den Anleger.

 

Unterstellter Verkaufserlös des Schiffes am Ende der prospektierten Laufzeit: Wie hoch ist dieser?

 

Kausalzusammenhang: Ein bedeutender Teil der Ausschüttung kommt aus dem Verkaufserlös des Investitionsobjekts! In der Regel wird dieser Teil extra ausgewiesen - achten Sie einmal darauf!

 

Fremdfinanzierung: Ist diese durch eine bekannte Bank gesichert?

 

Kausalzusammenhang: In Zeiten der Finanzkrise ist auf eine gesicherte Finanzierung zu achten!

 

Außerdem sollte nie vergessen werden, dass gute Produkte Ihren Preis haben. Aber es sollte eben analysiert werden, wie gut das Projekt ist und ob die dafür in Rechnung gestellten Kosten gerechtfertigt sind.

 

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